Wie überzeuge ich meine Eltern davon, dass ein Auslandsaufenthalt das Richtige für mich ist?

Hallo,
noch mal Anja hier. In diesem Blogbeitrag erzähle ich euch, wie ich meine Eltern von meinem Vorhaben ein Au Pair zu werden, überzeugt habe.

Der Plan steht – ein Jahr als Au Pair ins Ausland! Vielen Eltern fällt es schwer, ihr Kind für 6 Monate und länger in ein anderes Land ziehen zu lassen. Weit weg von der gewohnten Umgebung und zu weit weg um mal eben zu Besuch zu kommen. Eltern sehen dieses Jahr oft auch als ein nicht genutztes Jahr und als Lücke im Lebenslauf.

AIFS

Strategie

Wenn ihr von Anfang an wisst, dass eure Eltern einem Auslandsaufenthalt nicht zustimmen werden, legt euch erst einmal eine gute Strategie zurecht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, einfach die Bombe platzen zu lassen, ohne Argumente liefern zu können, ist der falsche Weg, um die Zustimmung der Eltern zu bekommen. Als ich die Idee meinen Eltern erzählt habe, kam nach der ersten Schocksekunde ein Gegenargument nach dem Nächsten. Ein Jahr auf einem anderen Kontinent und so weit weg von der Familie, da wäre es für mich doch besser, einen Job zu suchen und Geld zu verdienen statt ein Jahr zu vergeuden, nur um ein bisschen die Welt zu sehen. Viele haben das falsche Bild von einem Au Pair Aufenthalt. Wie ihr in unserem Blog „Au Pair ist so viel mehr…“ lesen könnt, bietet das Au Pair Leben viele positiven Aspekte, die sich super auf einem Lebenslauf machen. Und genau diese Punkte solltet ihr auch nutzen, um eure Eltern zu überzeugen.

„Damals war alles anders!“

Es ist nicht mehr so wie bei unseren Eltern. Sie wussten meist bereits mit Anfang 20, was genau sie ihr Leben lang machen möchten. Heutzutage ist es nicht selten, ein Jahr nach der Schule, der Ausbildung oder dem Studium im Ausland zu verbringen. Es soll ja nicht dem „Nichts-tun“ dienen, sondern dazu dienen, Erfahrungen zu sammeln sowie sich Eigenschaften und Skills anzueignen, die im „normalen Leben“ vielleicht nicht möglich wären.
Euren Eltern könnt ihr zum Beispiel sagen, dass viele Arbeitgeber auf gesammelte Auslandserfahrung achten. Ein Jahr im Ausland stärkt nicht nur die Sprachkenntnisse sondern auch andere Fähigkeiten, wie bspw. ein gestärktes Verantwortungsbewusstsein. Als Au Pair muss man nicht nur auf sich, sondern auch auf die Kinder anderer aufpassen. Man muss das eigene, als auch das Leben der Kinder planen, was viele Au Pairs zu einem Organisationstalent mit Selbstständigkeit und Eigeninitiative wachsen lässt.
Natürlich eignet man sich all diese Eigenschaften auch mit der Zeit im Arbeitsleben an (bzw. sollte ;)). Diese Erfahrung im Ausland zu machen, kann aber noch so viel mehr bieten, neue internationale Freundschaften und interkulturelle Kompetenz sind nur ein paar Beispiele.
Zeigt euren Eltern Videos und Beiträge aus dem Internet, in denen ehemalige Au Pairs von ihren Erfahrungen berichten oder lasst sie mit Bekannten und Freunden sprechen, deren Kinder vielleicht das gleiche Ziel haben oder hatten.

Auch wir bei AIFS helfen euch gerne dabei, euren Eltern die besten Argumente zu bieten, damit sie euch bei eurem Vorhaben unterstützen. Aber das Argument, dass es keine Lücke im Lebenslauf ist, sondern eine Erweiterung von Fähigkeiten und Erfahrungen, kann schon viele Eltern überzeugen.

Au Pair
Bei mir hat es 2012 etwas gedauert, bis ich meine Eltern, vor allem meinen Papa überzeugt hatte. Am Ende hat er jedoch gemerkt, dass es etwas war, was ich unbedingt wollte und was mich im Leben weiterbringen kann und nicht zurück wirft.
Wie habt ihr eure Eltern davon überzeugt, dass ein Au Pair-Aufenthalt genau das Richtige für euch ist? Erzählt uns gerne von euren Geschichten und wie eure Eltern reagiert haben, als ihr von eurer Idee berichtet habt.
Wir freuen uns, von euren Stories zu hören!
Anja

AIFS

 

 

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