OneDayIn #9: Boston!

Natalie, mittlerweile ehemalige Au Pair- Teilnehmerin, hat schon jede Menge Artikel für uns geschrieben. Sie ist während ihrer Zeit in den USA sehr viel gereist und erzählt immer wieder gerne was in welcher Stadt unbedingt gesehen werden muss. Heute im Programm: Boston!

OneDayIn Boston- besser geht’s nicht! Die geschichtsträchtige Stadt im Nord-Osten der Vereinigten Staaten eignet sich ausgesprochen gut für einen „Ein-Tages-Trip“. Zwar wird Boston zu einer der vielen Großstädte der Ostküste gezählt, ist aber mit seinen knapp 700.000 Einwohner im Vergleich zu Metropolen wie New York, verhältnismäßig klein. Boston, mit seinen rotbraunen Backsteinhäuschen und schillernden Wolkenkratzern, bietet mehr Kontrast, als jede andere amerikanische Stadt, die ich je besucht habe. Atemberaubend schön und voller Charme lädt sie ein, auf eine Reise in die Vergangenheit Amerikas.
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Dank der lauen Tage und dem sanften Wind, ist der Herbst die beste Jahreszeit um Neuengland einen Besuch abzustatten.

Das Erfreuliche an Boston, wer gut zu Fuß ist und die Augen stets offen hält, wird nach nur einem Tag die Schönheit der Stadt zu schätzen wissen. Auch bei diesem Städtetrip hilft es, sich Prioritäten zu setzen. Willkommen sind nicht nur die Sportsfreunde unter euch, sondern auch diejenigen, die hungrig auf Kunst und Kultur sind. Sogar die waschechten Touris kommen nicht zu kurz. Für letztere wäre da beispielsweise die berühmt- berüchtigte “Ducktour“. Sie ist Insidertipp und Touristen Attraktion zugleich. Mit einem gewaltigen Ententruck werden die Sehenswürdigkeiten von Land und Wasser aus, abgeklappert. Die Tourleiter sind für ihren Humor bekannt, der Spaß bleibt also gewiss nicht auf der Strecke. Kosten: $35 pro Person.

Sportler aufgepasst: In Boston steht das älteste Baseball Station der USA, genannt „Fenwaypark“. Es ist Heimat der New England Patriots, die ihrem Ruf vorauseilen. Wer schon lange auf die Gelegenheit gewartet hat, eine typisch amerikanische Erfahrung zu machen, et voila, hier bekommt ihr eure Chance.

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Den Kulturliebhabern wird die Recherche in Boston einfach gemacht. Stichwort: Roter Faden, auch bekannt als „der Freedom Trail“. Fast vier Meilen lang, verbindet der rote Strich auf dem Boden alle Sehenswürdigkeiten in Boston miteinander. Mein Favorit unter ihnen ist Beacon Hill. Hier wohnt wer reich und schön ist und darüber hinaus eine nostalgische Ader hat. Mit seinen kleinen Cafés und Boutiquen erinnert der älteste Teil der Stadt an seine romantischen Vorbilder in England. Mitbringsel werden aber vorzugsweise auf der Newbury Street, der Haupteinkaufsstraße der Stadt, besorgt.

Wer sich für Kunst begeistert und zudem noch einen verregneten Tag erwischt, den erwartet im Isabella Stewart Gardner Museum, die überwältigende Sammlung einer Kunstliebhaberin, die es sich zu Bewundern lohnt.

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Wem vom Staunen bald der Magen brummt, muss in Boston sehr tief in die Tasche greifen. Eine Alternative zu teuren Restaurants, z.B. im Italien Viertel, bietet der Quincy Market. Hier wird von Slow bis Fast Food, jede Leckerei verkauft, die euch zu neuen Kräften verhilft. Wer mutig ist, kostet von der Nationalspeise „Clam Chowder“. Die Fischsuppe hat schon so manchen Tourist für sich gewonnen. Ich zähle mich nicht zu ihnen.

Einen perfekten Tag lasst am Hafen ausklingen, wo ihr Möven und Seerobben beobachten könnt, oder in einem traditionellen Irish Pub mit Musik und einem kühlen Bier. Egal wie, ihr werdet nicht enttäuscht nach Hause fahren.

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Durch die günstige Lage der Stadt, ist sie sowohl mit dem Auto als auch mit dem Flugzeug wunderbar erreichbar. Der Boston Logan Airport liegt nur 15 Minuten außerhalb der Stadt und Parkhäuser sind zum Tagespreis bezahlbar. Gut zu wissen ist auch, dass Boston nur vier Stunden nördlich von New York liegt. Wer also zwei Städtetrips verbinden möchte, nimmt am Besten den Fernbus und fährt für ca. $50 hin und wieder zurück.

Unterkünfte sind sehr teuer. Wer über Airbnb kein privates Apartment findet, sollte außerhalb von Boston nach einem Motel/ Hotel Ausschau halten. Die kleine Stadt Summerville bietet sich hier an. Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut und leicht zu durchschauen. Für wenig Geld kommt ihr leicht von A nach B.

Jetzt bleibt mir nur noch, euch einen unvergesslichen Tag in einer Stadt zu wünschen, die mein Herz im Sturm erobert hat.

Natalie Capalija

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