Irgendwo im Nirgendwo?

Theresas zweiter Beitrag handelt von anfänglichen Sorgen im Nirgendwo zu landen. Sie lebt derzeit als High School- Schülerin in einer kleinen Stadt im Westen von Idaho!

Bin ich jetzt mitten im nirgendwo gelandet? Das denkt sich glaube ich jeder, wenn er in einen Staat kommt, von dem man noch nicht so vieles gehört hat und der hauptsächlich nur aus Natur besteht. Payette in Idaho hieß mein Wohnort, in dem ich für die nächsten zehn Monate leben sollte. Mit rund 7000 Einwohnern nicht die allergrößte, aber auch nicht die kleinste Stadt. Wie jeder es glaube ich machen würde, habe ich dann erstmal kräftig im Internet nach allen möglichen Informationen gesucht. Und ich kann euch sagen, nachdem ich all die Bilder von Landschaft und Natur gesehen habe, konnte ich es gar nicht mehr abwarten in den Flieger zu steigen.

Und ich kann euch sagen, meine Erwartungen an das Umfeld wurden sogar übertroffen. Es ist einfach hier wie in einer Bilderbuchlandschaft. Schon auf dem Weg vom Flughafen ging mir das staunen, auf Grund der endlosen Berglandschaften gar nicht mehr aus dem Gesicht. Und wer braucht schon Meter hohe Wolkenkratzer wenn man Berge hat, auf denen man im Winter grandios Ski fahren kann. Lasst euch also nicht von eurem Staat beeinflussen. Auch mitten im Nirgendwo, kann es wunderschön sein. Vielleicht sogar noch besser!

IMG_2218Ich bin hier einfach super zufrieden in einer mittelgroßen bis kleinen Stadt zu leben, wo dich viele als Austauschschüler kennen. Ich glaube das ist zum Teil einfacher als in einer Großstadt zu leben. Und auch wenn man die Shoppingcenter nicht direkt vor der Nase hat, gibt es genug Möglichkeiten in die nächstgrößere Stadt zu kommen. Fragt einfach Gastfamilie und Freunde. Die Gastfamilie, das ist glaube ich eines der interessantesten Themen während eines High-School Aufenthaltes. Und mit meiner Gastfamilie habe ich einfach super viel Glück gehabt. Die Chemie stimmt einfach zwischen uns. Ich wollte immer kleinere Geschwister haben und was soll ich sagen mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Drei kleine Gastbrüder, die mich ziemlich auf Trapp halten. Ich liebe es mit ihnen Zeit zu verbringen auch wenn ich manchmal am liebsten meine Ruhe haben würde. Auch sonst liebe ich es mit meiner gesamten Familie Zeit zu verbringen. Auf Grund dessen, dass ich relativ junge Gasteltern habe, erlebe ich hier ziemlich viel Action, was bis jetzt noch mehr einem Urlaub ähnelt, weshalb ich es immer noch nicht realisiere, dass ich hier 10 Monate leben werde.

IMG_2164Campingtrips sind definitiv mein Favorit. In den Bergen zu campen ist einfach atemberaubend. Natürlich gelingt das Einleben langsam auch immer besser und man fühlt sich langsam wie in seinem richtigem zu Hause. Es bildet sich langsam eine Routine. Man steht auf, geht zur Schule, hat Fußballtraining, verbringt Zeit mit seiner Gastfamilie. Und das ist die Zeit wo man das typisch amerikanische Leben kennenlernt. Ab und zu denke ich mir jedoch: „Was soll das denn jetzt? In Deutschland würde ich das definitiv anders machen!“, aber das ist ja gerade das spannende. Amerika ist schließlich nicht Deutschland und das ist der Grund warum jeder, wenn er die Möglichkeit hat, ein Auslandsjahr zu machen, ein Auslandsjahr machen sollte. All das was man hier erlebt bleibt ein Leben lang. Man gewinnt eine zweite Familie und Freunde auf der anderen Seite der Welt.IMG_2140

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