Farmwork in Australien: „Unser Monat im Outback“

Paulina und Adriana haben einen Monat lang im australischen Outback in einem Caravan gewohnt. Wie sie dort gelandet sind? Farmwork and Travel. Sie erzählen wie sie lebten, wie ihr Alltag aussah und inwiefern sie die Zeit, ab vom Schuss, weitergebracht hat. Ich (Vitalij) habe die Farm auf unserer letzten Fototour durch Australien selbst besucht und muss sagen: Respekt an die beiden! Ein paar der Fotos von dem Fotoshoot mit Paulina und Adriana findet ihr ebenfalls in diesem Beitrag.

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Wir, Paulina und Adriana, wollten nach unserer Schulzeit raus aus dem tristen Deutschland. Nach langer Recherche haben wir das Farmwork and Travel Programm in Australien von AIFS entdeckt. Das schien für uns perfekt, raus aus dem Alltag und rein in die Wildnis Australiens. Und so war es dann auch. Eine halbe Stunde vom nächsten Dörflein entfernt, lag unsere Farm inmitten des Warrumbungle Nationalparks. Wir wurden herzlich von unserem Farmer und seiner Familie begrüßt und wurden sofort in die Familie integriert. Gewohnt haben wir in einem Caravan neben dem Haus unseres Farmers.

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Die Stromversorgung war wie wir es aus Deutschland gewohnt waren, mit der Wasserversorgung sah es jedoch anders aus. Auf der Farm standen Wassertanks, die das Regenwasser aufgefangen haben. Dieses Wasser wurde dann ins Haus geleitet. Das hieß für uns sehr sparsam mit dem Wasser umzugehen, weil geregnet hat es während unserem Aufenthalt nur einmal. Wir hätten nie gedacht das wir uns jemals über Regen so freuen können. Wurde das Wasser in den Tanks knapp, gab es noch eine Grundwasserpumpe die im Notfall eingesetzt wurde. Aus diesem Grund war duschen ein Luxus, den man sich nicht jeden Tag leisten konnte.

Um 7 Uhr gab es jeden Tag Frühstück, um 8 Uhr ging es dann an die Arbeit. Unsere Aufgaben beinhalteten Jähten und Ernten des Gemüse- und Obstgarten, Füttern der Tiere (Schweine, Hühner, Kühe, Pferde), Aussähen neuer Pflanzen für den Garten sowie die Erneuerung des Zaunes. So einfach sich diese Aufgaben auch anhören, sollte man sie nicht unterschätzen. Die Sonne in Australien erschwert sie nämlich ungemein. Fast täglich haben wir, bei 40 Grad im Schatten, mit langen Arbeitsklamotten (zum Schutz vor der Sonne) gearbeitet. Unserer Erfahrung nach sollte man für sie Farmarbeit körperlich fit sein, da wir selbst manchmal mit der Arbeit in dieser Hitze zu kämpfen hatten.

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Zwar haben wir uns noch in Deutschland über die gefährlichen und giftigen Tiere schlau gemacht, jedoch war die erste Huntsman (Australische Riesenspinne) die uns in der Küche überrascht hat, ein Schock. Sie ist zwar harmlos, sieht aber furchterregend aus. Auch giftige Spinnen und Schlangen haben wir auf der Farm gesehen.

Während unserem Aufenthalt auf der Farm haben wir viele tolle Leute kennen gelernt. Mit unserem Farmer sind wir immer gut ausgekommen, haben aber festgestellt, dass Australier einen Hang zum unorganisierten und spontanen Lebensstil haben. Oft ist es vorgekommen, dass Pläne kurzfristig geändert oder über den Haufen geworfen wurden. Daran kann man sich zwar gewöhnen, ist aber am Anfang echt nicht einfach.

Der Monat auf der Farm war für uns eine unvergessliche Erfahrung. Wir haben sehr viel über die Tier- und Pflanzenwelt Australiens gelernt und haben am eigenen Leib erfahren wie wichtig Wasser und andere Ressourcen sind. Dieses Neue Bewusstsein nehmen wir mit nach Deutschland und seit der Farm leben wir viel umweltbewusster als davor.

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