OneDayIn #3: Montreal!

Wie vielleicht jedes AuPair, bin ich in meinem Auslandsjahr ziemlich reiselustig geworden. Das Packen eines Koffers oder 10 Stunden in einem Reisebus sitzen, gehört schon fast zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Nach meiner ersten Reise nach Canada in die Stadt Quebec war ich ziemlich angetan und begeistert, sodass ich unbedingt mehr von dem Land sehen wollte. Und da Montreal ziemlich nah an der Grenze zu den Staaten liegt und man mit dem Bus von Boston aus nur 7 Stunden braucht (New York ca 11 Stunden), fiel die Entscheidung ziemlich schnell. Wir fahren nach Montreal!

Also hieß es wieder Koffer packen und ab die Post. Insgesamt hatten wir 2 ganze Tage in Montreal, die es uns erlaubt haben entspannt Sightseeing zu machen, ein bisschen durch die Stadt zu bummeln und natürlich das Nachtleben Montreals zu erleben. Montreal ist eine vielfältige und sehr lebendige Stadt, man spricht mehr französisch als englisch und die Stadt inklusive der Menschen sind eher europäisch eingestellt als amerikanisch. Wenn man Restaurants besucht oder auf der Strasse jemanden nach dem Weg fragt, kann man schon mal komisch angeguckt werden wenn man die Menschen auf englisch anspricht. Aber wenn man da nicht so fit ist, wird man trotzdem kein Problem haben sich in Montreal zurecht zu finden.

Montreal besitzt ein ziemlich gutes U-bahn und Busnetzwerk, mit dem man über all hin kommt – und das auch schnell und einfach. Für ein Wochenende in Montreal gibt es gute Kombitickets für die Busse und auch die U-Bahn, ebenso bekommt man Tages- oder Einzeltickets an jeder Station. Kleiner Geheimtipp: Auch wenn es auf dem U-Bahnplan so scheint, dass die Stationen nah aneinander liegen. Nein. Nehmt die Metro und erspart euch langes Gelaufe ins Nirgendwo!

Bei meinem Besuch haben wir in einem Hostel namens „Auberge L’Apéro“ genächtigt. Das Hostel liegt zentral in der Stadt, direkt an einer U-Bahn Station, verfügt über große Zimmer, eine Küche und ein Wohnzimmer, viele Badezimmer und abschließbare Schließfächer. Der Besitzer ist super nett und herzlich und hilft immer wo er kann. Das Hostel ist sauber und man fühlt sich wie zuhause. Eine Nacht kostet ca 17 CAD $. Wir haben in dem Hostel viele neue Menschen kennen gelernt, die uns viele Insidertipps zu der Stadt verraten haben. Also Ohren gespitzt, jetzt gibt es Futter für die, die gerne Städte erkunden und auf der Suche nach neuen Orten sind.

In Montreal gibt es unterschiedliche Stadtviertel und eins davon ist die „Old City“. Hier findet ihr kleine süße Gassen, viele nette Restaurants und die „Basilica de Notre Dame“. Um die Basilica von innen sehen zu können kauft ihr euch ein Ticket für 5 CAD $ – aber glaubt mir, es lohnt sich. Für den Trip in die Old City könnt ihr ebenfalls die U-Bahn nehmen.

Basilica

Solltet ihr eher zu den Shoppingqueens gehören, dürft ihr auf keinen Fall die „Saint Catherine Street“ verpassen. Die Straße ist ca 1,2 km lang und gehört zu dem primären Einkaufsviertel Montreal. Ebenso auf der Strasse findet ihr Zugang zu der „Underground City“ ein Einkaufscenter welches unterirdisch liegt.

Sollte euch irgendwann während des Shoppingtrips die Puste ausgehen und ihr braucht einen Koffeinschub oder einen leckeren Snack für zwischen durch: Besucht das kleine versteckte Cafe „le Escalier“ ebenfalls auf der Saint Catherine. Das Cafe war früher einmal eine Wohnung und wurde dann zu einem individuellen Cafe umgebaut. In jedem Raum sieht es anders aus, die Möbelstücke passen nicht zusammen und an den Wänden haben sich meisterliche Künstler ausgetobt. Abends verwandelt sich das Cafe zu einer Bar und immer wieder kann man dort zu Live Musik seinen Tag ausklingen lassen.

Café

Wer sich eher für Kunst und Kultur interessiert findet in Montreal viele interessante Museen und der sollte auf jeden fall an der U-Bahn Haltestelle „place-des-arts“ aussteigen und sich innerhalb der Station umgucken.

Und zu guter letzt mein Geheimtipp: Egal ob Naturbursche, wanderlustig oder Turteltäubchen. Packt eure Turnschuhe aus und macht euch auf den Weg zum „Mont Royal“. Einmal die 456 Stufen herauf gestiegen und ihr werdet atemlos auf die komplette Stadt gucken können. Atemlos natürlich wegen der vielen Stufen aber besonders wegen des Ausblicks den ihr geniessen könnt. Dazu möchte ich auch gar nicht zu viel verraten, dass solltet ihr selber sehen.
Um den einfachsten Aufstieg zu erreichen fahrt ihr mit der Metro bis zu der Station Peel. Danach immer der Nase nach in Richtung Mont Royal (nicht zu verfehlen!)

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Solltet ihr euch für die kulinarische Kultur interessieren, dann müsst ihr unbedingt „Putine“ essen. Ein Gericht mit Pommes, Käse und der klassischen Sauce. Ja das klingt ungewöhnlich, wird von Weight-Watchers wahrscheinlich auch nicht unterstützt, aber es schmeckt. Für den Kaffee zwischen durch findet ihr an jeder Ecke Cafes wie „Van Houtte“, „Starbucks“ oder „Tim Hortons“ wo man auch einen schnellen einfachen Snack bekommt.

Putine

Zu guter letzt: Nachtleben in Montreal. Wie eben schon berichtet ist das „la Escalier“ ein nettes Cafe, welches sich Abends in eine Bar verwandelt und in der ihr zu live Musik tanzen oder abhängen könnt. Ebenso gibt es die „Crescent street“ in Montreal auf der ihr eine Bar nach der anderen findet. Von Irish pub bis Sports-Bar – hier findet ihr auf jeden Fall etwas um den Abend ausklingen zu lassen. Wer eher dass Tanzbein schwingen möchte hat ebenso viel Auswahl.

Wenn ihr also Montreal besucht werdet ihr mit Sicherheit nicht verhungern, werdet viele schöne neue Orte sehen und ich garantiere euch es ist immer eine Reise wert.

Ich hoffe Montreal verzaubert euch genau so wie mich

Christina
AuPair in Boston

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