Two Austrians in Australia

Hallo! Mein Name ist Laura und ich studiere momentan Anglistik in Graz. Vor genau einem Jahr haben meine Freundin und ich knapp drei Monate in Australien verbracht. Mit dem ‚Farmwork and Travel‘ Programm von AIFS, sind wir mitten im australischen Busch gelandet. Wie wir einen Monat lang in einem Wohnwagen mit allerlei Getier überlebten und wieso wir das trotzdem sofort wieder machen würden, erfahrt ihr hier:

Wie alles begann …

Was tut man, wenn man gerade die Schule abgeschlossen hat und noch nicht weiß, welche Studienrichtung man wählen soll? Oder wenn man einfach einmal eine Auszeit vom Alltag braucht? Meine Antwort: Ab nach Australien! Wir, Laura und Anna, haben uns all diese Fragen im Juli 2016 gestellt und schlussendlich dazu entschieden, mit AIFS nach Australien zu reisen.

Farm life here we come

Nach nur 3 Tagen in Sydney, traten wir die Reise zu unserer ersten Farm an. Eine dreistündige Autofahrt brachte uns mitten in den australischen Busch. Wald wohin das Auge reichte, kein Empfang, der nächste Nachbar 4 Kilometer entfernt. Einen Monat lang nannten wir einen kleinen, alten Wohnwagen unser Zuhause. Geteilt haben wir uns das Bett mit allerlei Spinnen. Unsere Nachbarn waren ein Wombat, ein paar Opossums und ein Flughörnchen. Unser täglicher Wecker? Die Kookaburras, die uns mit ihrem (höhnischen) Lachen bereits morgens um 5 Uhr weckten. Strom wurde durch Solarenergie gewonnen und Wasser wurde in großen Regentonnen gesammelt und gefiltert. Duschen? Purer Luxus. Unsere Toilette? Ein Plumpsklo mit freiem Blick in die Wildnis.

Unsere Gastgeber waren ein sehr nettes Ehepaar mit einem Hund, zwei Pferden und einigen Hühnern. Wir halfen viel im Haushalt mit, kümmerten uns um die Tiere und machten allerlei Alltägliches wie Holzhacken, Regenrinnen saubermachen und das Grundstück von Unkraut und leicht entzündbaren Sträuchern, Büschen und Bäumen befreien.

Wir blieben vier Wochen auf dieser Farm, obwohl das Leben definitiv ein anderes war als hier bei uns in Österreich. Das soll euch da draußen aber nicht abschrecken, ganz im Gegenteil. An dem Tag als wir die Farm verließen, habe ich folgendes auf Facebook gepostet:

Ich habe gerade vier Wochen mitten im australischen Busch verbracht. Vier Wochen fern von aller Zivilisation, fern von Handyempfang, fern von all dem Lärm der Großstädte. Stattdessen habe ich vier Wochen lang gefiltertes Regenwasser getrunken, Strom nur durch Solarenergie gewonnen, Essen ohne Zucker und größtenteils ohne Salz gegessen, ein richtig uriges Plumpsklo genossen und mein Bett mit ganz vielen Spinnen geteilt. Zu Anfang habe ich mir echt Sorgen gemacht, ob ich das durchstehe, aber jetzt bin ich umso glücklicher, dass wir es durchgezogen haben. Ich habe so viel gelernt, so viele Erfahrungen gesammelt. Ich bin über mich hinausgewachsen und habe viele meiner Ängste überwunden. Ich habe viel Zeit mit mir selbst verbracht und so viel Neues über mich selbst gelernt. Es ist unglaublich wie so ein „Natururlaub“ Balsam für die Seele sein kann. Ich würde das Ganze – ohne Zweifel – jedem empfehlen und jederzeit wieder machen. Einfach mal auf den Luxus der heutigen Zeit verzichten und tief durchatmen. Man glaubt gar nicht, dass man sein Leben ohne den ganzen modernen Kram leben kann. Ein Abenteuer, das ich NIEMALS vergessen werde!

Nachdem wir uns auf der ersten Farm ausgepowert hatten, beschlossen wir zuerst an die Westküste nach Perth zu fliegen, um von dort aus an einer zweiwöchigen Bustour teilzunehmen. Anschließend ging es nach Adelaide zu unserer zweiten Farm, die direkt in den Adelaide Hills gelegen war. Hier hatten wir unser eigenes kleines Haus mit Couch, Fernseher, Bad und Küche. Neben Gartenarbeit war unsere Hauptaufgabe die Fütterung der unzähligen Farmtiere. Wir hatten das Privileg immer zwei Tage zu arbeiten und einen Tag frei zu haben. Die Farmer brachten uns sogar überall hin, so dass wir viel besichtigen konnten.

Surfcamp

Am Ende nahmen wir von Adelaide aus an einer zweitägigen Busreise entlang der ‚Great Ocean Road‘ teil. Anschließend ging es nach Sydney, um am Surfcamp von AIFS teilzunehmen. Das Camp war super lustig und wir lernten sehr viel. Dort trafen wir auch auf wahrgewordene Klischees: Die Surflehrer waren blond, lockig, dünn und hatten alle die weißen Bademeisternasen. Sie waren super relaxed und redeten im typischen Aussie-Slang.  Einige Tage später hieß es für uns auch schon wieder ab ins Flugzeug und zurück nach Österreich. Wir können es nur jedem weiterempfehlen nach Australien zu reisen und sich diesen faszinierenden Kontinent anzuschauen. Mit AIFS wird einem die Reise sehr einfach gemacht, da man viele Hilfestellungen bei den Buchungen bekommt und die AIFS Mitarbeiter im Büro in Sydney viele Tipps parat haben.

Must Sees in Australia

  • Karijini National Park mit all seinen wunderschönen Schluchten und natürlichen Wasserpools (im Speziellen der Fern Pool)
  • Schnorcheln im Ningaloo Reef
  • Rottnest Island und die Quokkas besuchen
  • Cleland Wildlife Park (Koalas halten und kuscheln)
  • Granite Island (wunderschöne Felsen)
  • St. Kilda Beach (Pinguine beobachten)
  • Great Ocean Road
  • Blue Mountains
  • Bondi Beach
  • Sydney: Paddy’s Market, Wild Life Sydney Zoo, Royal Botanic Gardens

I am absolutely in ♥️ with that continent!

Alles Liebe,

Laura

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